Transparenz und Wahlmöglichkeit unter der DSGVO: Welcher Weg ist der Beste?

GDPR Q&A: Consumer Consent and Your Website

Der Countdown läuft: Am 25. Mai 2018 tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft. Zu diesem Termin muss jede Website, Smartphone-App oder Organisation bzw. Einrichtung, die Cookies setzt oder das Verhalten von Verbrauchern aus Europa analysiert, die Vorschriften dieser Verordnung erfüllen. Doch was bedeutet das genau und wie kann die Verordnung erfüllt werden, ohne dass negative Folgen für Ihre Geschäftstätigkeit zu befürchten sind?

Der Weg zur Einwilligung der Betroffenen

Die gute Nachricht zuerst: Viele Unternehmen, und eigentlich die gesamte Branche, arbeiten bereits seit geraumer Zeit an Lösungen, um die Einwilligung der Betroffenen einholen zu können. Doch wie findet man heraus, welche Lösung für den jeweiligen Fall geeignet ist? Die Auswahl ist groß. Schauen wir uns daher zunächst die verschiedenen Optionen und deren Vor- und Nachteile an. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten: Sie kaufen eine Lösung, Sie entwickeln selbst eine Lösung oder Sie suchen eine Partnerorganisation oder -einrichtung, mit der Sie kooperieren.

  1. Kauf einer Lösung: Es gibt einige wenige Unternehmen, die Lösungen für die Einhaltung der EU‑DSGVO in Form geschützter gewerblicher Systeme zum Kauf anbieten. Diese Systeme beinhalten zwar möglicherweise eine Reihe wünschenswerter Features, doch erfüllen sie nicht unbedingt die Anforderungen der gesamten Branche. Es besteht daher ein gewisses Risiko, dass diese Lösungen keine allgemeine Akzeptanz finden und dass sich Probleme einstellen, wenn Vorschriften geändert werden. Für die Verbraucher ergibt sich dadurch ein uneinheitlicher Gesamteindruck, was geringere Einwilligungsquoten zur Folge haben kann.
  2. Entwicklung einer eigenen Lösung: Zuweilen will man selbst bestimmen, wie eine Lösung aussehen soll. Im Fall der EU-DSGVO bedeutet dies, die passende Lösung komplett selbst zu entwickeln. Damit behält man zwar alles selbst in der Hand, doch erfordert dies auch beträchtliche Ressourcen. Zudem muss sichergestellt sein, dass alle Vorschriften der EU-DSGVO eingehalten werden, womit auch das Risiko der Nichteinhaltung beim Entwickler der Lösung, also bei Ihnen, liegt.
  3. Zusammenarbeit mit einer Partnerorganisation oder -einrichtung: Das vom IAB erarbeitete Rahmenwerk ist das beste Beispiel für diese Option. Der IAB Europe, der führende Wirtschaftsverband der Onlinewerbungsbranche in Europa, hat als Branchenstandard ein eigenes Rahmenwerk entwickelt, welches der Verlagsbranche, Technologieanbietern und Vermarktern Hilfestellung dabei bietet, die Anforderungen der EU‑DSGVO hinsichtlich der Transparenz und Wahlmöglichkeit für die Nutzer zu erfüllen. Mit dem angekündigten „Open Transparency & Consent Framework“ (Offener Rahmen für Transparenz und Einwilligung) wird ein einheitliches und einfach zu handhabendes Rahmenwerk für die Einholung der Einwilligung der Nutzer bereitgestellt; dieses Rahmenwerk dient vor allem zwei Zielsetzungen:
    1. a. Ein einheitliches Gesamtbild zu schaffen, mit dem Verleger den Nutzern in transparenter Form vermitteln, welche Daten erhoben werden, wie diese Daten verwendet werden und welche Anbieter diese Daten nutzen.
    2. a. Die Einwilligung der Nutzer zu erhalten (oder aber die Ablehnung dieser Einwilligung).

Dieses Rahmenwerk ist ganz bewusst nicht kommerziell angelegt (in bestimmten Fällen kann er sogar unentgeltlich genutzt werden!), darüber hinaus verleiht er der Branche eine gemeinsame Sprache, die Transparenz vermittelt und mit der die Nutzer gebeten werden, in die Nutzung ihrer Daten einzuwilligen; im Gegenzug erhalten die Nutzer für sie relevante Werbung und Inhalte. Außerdem wird damit ein Standard für die Erhebung der Einwilligung der Nutzer in die Verarbeitung ihrer Daten vorgestellt – diese Informationen werden dann über sämtliche Online-Inhalte und die gesamte Wertschöpfungskette hinweg weitergeleitet. Für die Klärung der meisten technischen Fragen hält der IAB Europe zahlreiche öffentlich zugängliche Informationsmaterialien bereit, darunter Fragen und Antworten zu technischen und strategischen Aspekten, technische Spezifikationen für Javascript usw. (sämtliche Informationsmaterialien sind abrufbar unter der Rubrik „Resources“ auf der Seite advertisingconsent.eu). Wer daran festhält, eine eigene Lösung zu entwickeln, der findet dort auch die erforderlichen Grundlagen, auf denen er seine Lösung aufbauen kann.

Welcher Weg ist nun der beste? Folgen Sie dem Industriestandard.

Egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden, eine Lösung auf Basis eines breit angelegten Industriestandards, wie dem Open Transparency & Consent Framework, bietet die größtmögliche Sicherheit. Mit dem Industriestandard können Sie ein Maximum an Optionen nutzen und damit sichergehen, dass Sie die Vorschriften einhalten. Gleichzeitig sparen Sie die Kosten ein, die bei der Entwicklung einer eigenen Lösung anfallen – und Sie vermeiden das Risiko, an einen bestimmten Anbieter oder einen teuren Jahresvertrag gebunden zu sein.

Doch der IAB Framework ist mehr als nur ein technischer Standard: Mit diesem Konzept etabliert der IAB eine Problemlösung neuen Typs: den Consent Management Provider (CMP).

Eine CMP-Lösung gibt Verlegern, Marken und Ad-Tech-Unternehmen ein einfach zu handhabendes Tool an die Hand, um ihre Nutzer zu informieren, ihnen Wahlmöglichkeiten und Kontrolle zu bieten und zudem ihre Einwilligung für das Setzen von Cookies und die Verarbeitung personenbezogener Daten einzuholen.

Da als Grundlage für solche Lösungen ein offener, nicht kommerzieller Standard gewählt wurde, wird es ein breites Spektrum an unterschiedlichen CMP-Lösungen geben – neben kostenpflichtigen Angeboten auch eine Reihe unentgeltlicher Lösungen. Der wichtigster Aspekt ist jedoch: Alle Lösungen basieren auf fundierten branchenspezifischen Überlegungen dazu, welche Voraussetzungen für die Einhaltung der EU-DSGVO erfüllt sein müssen.

Die Nutzung eines CMP auf Basis des IAB Framework bietet folgende Vorteile:

  • Größtmögliche Transparenz für die Verbraucher: Sie wissen jederzeit genau, wer ihre personenbezogenen Daten nutzt und für welche Zwecke sie genutzt werden, selbst wenn für den betreffenden Geschäftszweck die Einwilligung der Nutzer nicht zwingend vorgeschrieben ist
  • Einfache Verwaltung der Einwilligungslevels im Unternehmen, sowohl verbraucherseitig als auch intern
  • Consent Management und Consent Support sowohl für die globale Einwilligung (Third-Party Cookies) als auch für die auf eine bestimmte Dienstleistung bezogene Einwilligung (First-Party Cookies) entsprechend dem Ansatz, den das jeweilige Unternehmen für die Einholung der Einwilligung wählt
  • Dezentrale Entwicklung von Lösungen, dadurch größere Auswahl an Optionen für eine CMP-Lösung und damit weniger Abhängigkeit von einer bestimmten Entwicklungsressource oder einem einzelnen Anbieter
  • Zentralisierte Meldung des Einwilligungsstatus an alle Ihre Dienstleister (SSPs, DSPs etc.) über eine brancheneinheitliche „Consent Manager Javascript API

Quantcast Choice – die CMP-Lösung für Sie

Quantcast war aktiv an der Entwicklung von Lösungen für die Einhaltung der EU‑DSGVO beteiligt und freut sich daher, seinen Kunden und Partnern mit Quantcast Choice einen kostenlosen Consent Management Provider (CMP) nach dem von IAB Europe erarbeiteten Branchenstandard zu präsentieren.

Quantcast Choice ist eine speziell für die Verlags- und Werbebranche entwickelte Transparenzlösung für die Einholung, Verwaltung und Weitergabe der Einwilligung von Verbrauchern für sämtliche Online-Inhalte und Werbeangebote eines Unternehmens. Quantcast Choice, die Lösung für die Verlags– und Werbebranche, gewährleistet nicht nur die Einhaltung der Vorschriften für Transparenz und Einwilligung der EU‑DSGVO, sondern erleichtert darüber hinaus die Verwaltung von Einwilligungen und schützt den Wert Ihrer Online-Inhalte in Ihrem gesamten digitalen Ökosystem. Nähere Informationen sowie eine Testversion von Quantcast Choice finden Sie unter Quantcast.com/DSGVO/QuantcastChoice.

Und wie geht es weiter mit der EU‑DSGVO?

Auch wenn es zunächst schwierig erscheint, unter den Vorgaben der EU‑DSGVO voll durchzustarten: Die gesamte Branche und ihre Partner, und mit ihnen auch Quantcast, setzen alles daran, um auf Basis des IAB Framework Lösungen zu entwickeln, die den Prozess einfacher gestalten. Mit einem zentralen Einstiegspunkt, an dem die Nutzer ihre Einwilligung erteilen, schaffen Sie die Voraussetzungen dafür, Ihre Datenbestände stets auf dem aktuellen Stand zu halten und den Nutzern im gesamten Internet eine maßgeschneiderte, attraktive Erlebniswelt bieten zu können.

Näheres über Quantcast Choice und die EU-DSGVO erfahren Sie auf unserer Website: www.quantcast.com/de/dsgvo/